Kaum zeigt das Thermometer wieder zweistellige Temperaturen an, werden sich auch dieses Jahr wieder rund 900.000 Urlauber auf den Weg zur nördlichsten deutschen Insel Sylt machen. Eine besonders schöne Anreise zum Urlaubsparadies im „Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer“ an der Nordsee bieten die Züge auf der Strecke der Marschbahn zwischen Elmshorn und Westerland auf Sylt.
Schon die mittelalterlichen Kaufleute suchten schnelle und sichere Handelswege durch Schleswig-Holstein zwischen Nord- und Ostsee. Im frühen 19. Jahrhundert entstand die Idee für eine Bahnverbindung zwischen Hamburg und Kiel mit einer Stichbahn zwischen Elmshorn und Glückstadt. Das betreibende Unternehmen nannte sich „Schleswig-Holsteinische Marschbahngesellschaft“. Im Sprachgebrauch wurde daraus die „Marschbahn“.
Als „Marsch“ bezeichnet man die flache Naturlandschaft ohne natürliche Erhebung, durch die sich die Bahnlinie schlängelt. Die wirtschaftliche Bedeutung der Bahnstrecke ist auch heute noch sehr groß. Die Züge befördern nicht nur die vielen Touristen zu ihren Urlaubszielen, sondern auch viele berufstätige Pendler aus der Tourismusbranche.