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Loks & Wagen

Dampflokomotive GKB 671

Dampflokomotive

GKB 671

Dienstälteste Dampflok der Welt

Die GKB 671
ist seit 1860
im Einsatz!
Märklin Wissen Dampflok GKB 671
Die Südbahn 812 vor ihrer Fabrik

Passagiere und Köflacher Kohle

Die Dampflok 671 der österreichischen „Graz-Köflacher-Bahn“ (GKB) wurde 1860 gebaut, ist seither ununterbrochen im Einsatz und gilt somit als dienstälteste Dampflok der Welt. Die 671 ist eine von insgesamt 205 C-n2 Schlepptenderlokomotiven, die zwischen 1860 und 1872 in österreichischen und deutschen Fabriken als Güterzuglokomotiven gebaut wurden. Konstruiert wurden sie vom Direktor der Österreichisch-ungarischen Staatseisenbahngesellschaft (StEG), John Haswell. Bereits 1855 erhielt die „Voitsberg-Köflach-Lankowitzer Steinkohlengewerkschaft“ die Genehmigung für den Bau und Betrieb einer Bahnstrecke zwischen der Ortschaft Köflach und der steirischen Landeshauptstadt Graz.
Neben dem Transport von Passagieren sollte vor allem die abgebaute Kohle aus dem Bergbaugebiet rund um Köflach in die verschiedenen Landesteile verteilt werden. Unter dem neuen Namen „Graz-Köflacher Eisenbahn- und Bergbau-Gesellschaft“ nahm die Strecke am 3. April 1860 den Betrieb auf. Im selben Jahr wurde die 671 als fünfte Lok dieser Serie ausgeliefert.
Volldampf voraus übers Land

Engagierte Liebhaber

Von den insgesamt 205 Lokomotiven der Bauart C-n2 sind nur noch wenige Exemplare erhalten. Anders als die legendäre 671 stehen die Schwestern meist gut erhalten, aber nicht fahrtüchtig in verschiedenen Museen in Österreich, Deutschland, Ungarn und Slowenien. Auch der dienstältesten Dampflok der Welt drohte zunächst ein schreckliches Schicksal. 1970 landete sie mit ungewisser Zukunft auf dem Abstellgleis. Eine Verschrottung kam für viele Mitarbeiter der GKB gar nicht in Frage! Und so gründeten sie mit anderen Eisenbahnfans 1975 den Verein „Steirische Eisenbahnfreunde“ (StEF). Das Ziel: die 671 und andere historisch wertvolle Eisenbahnfahrzeuge der GKB betriebsfähig zu erhalten und zu betreuen.
Bei der Geschäftsleitung der GKB fand der Verein große Unterstützung, sodass die 671 zwischen 1975 und 1978 in der betriebseigenen Werkstätte in Graz von fachkundigen Vereinsmitgliedern liebevoll restauriert werden konnte. Ihre anschließende Wiederinbetriebnahme wurde am 30. April 1978 mit einer Sonderfahrt von Graz nach Wies-Eibiswald gefeiert. Seither haben die Vereinsmitglieder in ihrer Freizeit unzählige Stunden und Tage für die Pflege und Wartung investiert. Und ein Museum ins Leben gerufen: das Technische Eisenbahnmuseum Lieboch.
Märklin Wissen Dampflok GKB 671
Ein tolles Foto der GKB 671!

Steckbrief

Dampflokomotive 671 der Graz-Köflach-Bahn
Märklin Wissen Dampflok GKB 671
Inbetriebname:
1860
Spurweite
Normalspur
Bauart:
C n2
Länge über Puffer:
14 m
Gewicht:
38 t
Höchstgeschwindigkeit:
45 km/h

Eine Fahrt, drei Tage Arbeit

Wenn die 671 zu einer sonntäglichen, rund 80-minütigen Sonderfahrt zwischen Graz und Köflach aufbricht, hat die Lokmannschaft bereits zwei Tage zuvor mächtig viel Arbeit. Schließlich kann man nicht einfach eine über 160 Jahre alte Dampflok besteigen, den Zündschlüssel umdrehen und losfahren. Am Freitag starten die Lokführer mit der Überprüfung des Gesamtzustands der Lok, des Kohlevorrats auf dem Tender und des Wasserstands im Kessel. Bei Bedarf muss entsprechend herbei geschafft und nachgefüllt werden. Am Tag vor der Sonderfahrt werden die Ausrüstungsgegenstände der Lok gecheckt, die Feuerbüchse gereinigt und Schmierstoffe aufgefüllt.

Sehr, sehr schnell

Anschließend warten die Lokführer das gesamte Triebwerk und die Bremsklötze der Lok. Nach erfolgreicher Inspektion wird mit dem Anbrennen der Lok in der Feuerbüchse begonnen. Am Sonntagmorgen prüft das Team drei Stunden vor der Abfahrt noch einmal alle Funktionen und polieren die 671 ordentlich auf, bevor sich die alte Dame mit rund 40 km/h auf die Reise macht. Ganz schön viel Aufwand und Arbeit, die alle Beteiligten gerne auf sich nehmen.

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