Eine Fahrt, drei Tage Arbeit
Wenn die 671 zu einer sonntäglichen, rund 80-minütigen Sonderfahrt zwischen Graz und Köflach aufbricht, hat die Lokmannschaft bereits zwei Tage zuvor mächtig viel Arbeit. Schließlich kann man nicht einfach eine über 160 Jahre alte Dampflok besteigen, den Zündschlüssel umdrehen und losfahren. Am Freitag starten die Lokführer mit der Überprüfung des Gesamtzustands der Lok, des Kohlevorrats auf dem Tender und des Wasserstands im Kessel. Bei Bedarf muss entsprechend herbei geschafft und nachgefüllt werden. Am Tag vor der Sonderfahrt werden die Ausrüstungsgegenstände der Lok gecheckt, die Feuerbüchse gereinigt und Schmierstoffe aufgefüllt.
Anschließend warten die Lokführer das gesamte Triebwerk und die Bremsklötze der Lok. Nach erfolgreicher Inspektion wird mit dem Anbrennen der Lok in der Feuerbüchse begonnen. Am Sonntagmorgen prüft das Team drei Stunden vor der Abfahrt noch einmal alle Funktionen und polieren die 671 ordentlich auf, bevor sich die alte Dame mit rund 40 km/h auf die Reise macht. Ganz schön viel Aufwand und Arbeit, die alle Beteiligten gerne auf sich nehmen.
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