Mit viel Liebe und Engagement
Anfang der 1990er Jahre existierte nur noch eine betriebsbereite Einheit, die fortan als Museumszug diente. Sie erhielt 1992 die neue Baureihennummer 675 und wurde bis 2003 noch für das Nostalgieprogramm der Deutschen Bahn genutzt. Nach einer ausführlichen Abschiedstour im April 2003 wurde sie in den Bestand des DB-Museums Nürnberg aufgenommen. Die Idee für die aufwändige Restaurierung entstand bei einem Sonntagsfrühstück im Jahr 2018. Die Leipziger Ingo Kamossa und Mario Lieb unterzeichneten einen Leihvertrag mit dem DB-Museum, gründeten die gemeinnützige „SVT Görlitz gGmbH“ für die Instandsetzung und ließen die Garnitur nach Dresden überführen. Sieben Jahre, unendlich viele Arbeitsstunden und einige Millionen Euro später ist der prachtvolle Zug zurück im Fahrgeschäft.
Nicht billig, aber jeden Cent wert
Mitte Juni 2026 fuhr die Baureihe VT 18.16 das erste Mal nach 23 Jahren störungsfrei im Fahrgastbetrieb und erreichte unter großer Begeisterung vieler Eisenbahnfans die neue Heimat in Radebeul bei Dresden. Ab September 2026 geht der SVT Görlitz VT 18.16 auf verschiedene Sonderfahrten nach Köln, Hamburg, Usedom und Salzburg. So eine mehrtägige Zugfahrt kann pro Person schon mal knapp 1.000 € kosten. Mit Blick auf die mühselige und teure Restaurierung sowie das unglaubliche Erlebnis der Fahrt in einer Schienenlegende scheinen die Preise aber nicht abzuschrecken. Im Gegenteil: Viele Fahrten sind bereits ausgebucht.
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